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P r o
R e t i n a |
Pro Retina
E u
r o - T a n d e m - T o u r 2004
Berlin - Prag - Wien - Budapest
vom
07. Juni bis 17. Juni 2004
Projektbeschreibung
1. Kurzbeschreibung des Projektes
Euro-Tandem-Tour 2004 - Berlin - Prag - Wien - Budapest - vom 07.06.2003 bis 17.06.2003
30 Tandems, mit sehenden Piloten und sehbehinderten bzw. blinden Co-Piloten sowie einige Einzelfahrer (Ersatzpiloten), radeln im Zuge der EU-Erweiterung und den bestehenden Städtepartnerschaften (jeweils mit Berlin) in sieben Tagesetappen mit der Europaflagge von Berlin (D) über Prag (CZ) und Wien (A) nach Budapest (H), um den zwei osteuropäischen Staaten, Tschechien und Ungarn, in bezug auf dem Sektor spezifischer Behindertenmaßnahmen, d. h. speziell für die Betroffenen der Netzhautdegenerationen (RP - Retinitis pigmentosa, Usher-Syndrom, juvenile Makuladegenertionen und weiter Unterformen der RP) westeuropäische Selbsthilfegruppen vorzustellen und gemeinsame Forschungs- und Therapieansätze weiter zu entwickeln. Der Start wird am 07.0604 vor dem Reichstag durch Bundestagspräsident Wolfgang Thierse und dem Regierenden Bürgermeister, Klaus Wowereit, sowie durch weitere Paten erfolgen. (Für die Partnerstädte Prag und Budapest werden wir eine Botschaft vom Regierenden Bürgermeister mitführen und an die Oberbürgermeister der Partnerstädte übergeben.)
2. Antragsteller
PRO RETINA Deutschland e. V. (regionale Untergliederung der Retina International), Hauptsitz Aachen (siehe 4seitige Selbstdarstellung der Pro Retina Deutschland e. V.) Verantwortlich für das Projekt ETT 2004 ist Horst Schwerger, Leiter der Verbandskommunikation, 73765 Neuhausen/F., Strohgäustraße 9; Die Pro Retina Deutschland e. V. ist die Selbsthilfevereinigung der Patienten mit Netzhautdegenerationen. Ziele der Selbsthilfevereinigung sind, den Betroffenen Beratung in ihrer täglichen Lebensbewältigung zu geben, Patientensymposien zu organisieren, Forschungsförderung zu betreiben, Forschungsergebnisse und Therapie-möglichkeiten/-ansätze zu veröffentlichen, Kontakte (z. B. DBSV) mit in- und ausländischen Retina-Vereini-gungen zu pflegen, Behindertensport (Tandem-Touren) mit internationaler Besetzung zu organisieren u. v. a. m.
3. Ausländische Kooperationspartner
Retina-Interessengruppen
Tschechien:
1. Prag: die Augenklinik der Charles Universität,
2. Pro Retina
Interessen- und Kooperationspartnerin Frau Dr. Zora Dubska, weitere Kontaktpersonen:
Dr. Hana Langrova, Direktor Prof. Dr. Filipec;
Ungarn:
1. Budapest: die Augenklinik der Semmelweis-Universität,
2. Pro Retina
Interessen- und KooperationspartnerInnen Frau Dr. Agnes Farkas, Frau Dr. Rita
Varmas weitere Kontakt-/Kooperationspartner in Ungarn: Miklós Arpásy, Präsident
der Pradicsom Cultural Association; Ildiko Somogyi, Hungarian RP Association
Österreich:
1. Wien: Augenklinik der Universitätsklinik, Augenärztin Prof. Dr. Susanne
Binder
2. Blindenverband Wien, Frau Liliana Prerowsky
Erläuterung:
Die UNI-Augenkliniken dienen vorerst nur als Anlaufstellen, um die Betroffenen,
die Patienten mit Netzhautdegenerationen und deren Angehörigen, zu erreichen,
denn dort sind diese registriert.
4. Datum/Daten der Unterzeichnung einer sich auf das vorliegende Projekt beziehenden Kooperationsvereinbarung
Kooperationsverträge sind in Vorbereitung, aber unsere Partner bitten um Prüfung und Bedenkzeit, da auch ihre Gremien zustimmen müssen bzw. erst installiert werden müssen, wie die Retina Tschechien in Prag. (Bei diesem Punkt bitten wir um eine Fristverlängerung bezüglich der Projektvereinbarungen)
5. Weitere ausländische Projektpartner
Neben den drei genannten Projektpartnern, Tschechien, Ungarn, Österreich, kommen die Tour-Teilnehmer und Begleitpersonen aus folgenden Organisationen/ Initiativen (siehe Teilnehmer-Liste): - 2 - Association des Aveugles d'Alsace et de Lorraine, Belgische Confederatie voor Blinden en Slechtzienden (BCBS) und Confèderation Belge pour Promotion des Aveugles et Malvoyants (CBPAM), Retina Frankreich, Retina Swiss, Dachverband Retina Europe, Dachverband Retina International.
6. Angaben zur Unterstützung des Projektes durch eine öffentliche Behörde des Ziellandes (ideell, materiell, finanziell)
Empfänge und Gespräche in den Rathäusern/Parlamenten und Übergabe der Petition, (siehe Petitionspapier) mit der Bitte, z. B. die Rechte der Behinderten auszubauen, Sozialmodelle zu entwickeln usw. Stadtführungen (Verkehrsverein) in Budapest, Prag, Wien Bis heute sind uns keinerlei finanzielle Zusagen gemacht worden.
7. Hintergrund bzw. Begründung des Projektes
Im Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen 2003 unternahm die Pro Retina Deutschland e. V. mit ihren europäischen Partnern, der Asociation des Aveugles d'Alsace et de Lorraine und der Conféderation Belge pour la Promotion des Aveugles et Malvoyants (CBPAM) und Belgische Confederatie voor Blinden en Slechtzienden (BCBS), eine Petitionsfahrt von Straßburg nach Brüssel. Mit dieser Petition an die europäischen, politischen Institutionen wollten wir aufzeigen, mit welchen Defiziten/Diskriminierungen sich ca. 10 Millionen sehbehinderte/blinde Menschen in Europa im täglichen Leben plagen. Die Repräsentanten sicherten uns Unter-suchungen, Kontrollen und Abhilfen zu.
Nach der EU-Erweiterung im Juni 2004 werden mit Tschechien und Ungarn zwei weitere osteuropäische Staaten in die Europäische Union aufgenommen. Mit diesen neuen osteuropäischen Staaten möchten wir unser Tandem-Symbol für ein erfolgreiches Miteinander in Europa praktizieren. Vom 07.06.04 bis 17.06.04 werden wir von Berlin aus startend über Prag und Wien nach Budapest radeln. Erneut wird die Pro Retina Deutschland e. V. unter Beweis stellen, dass behinderte, schwächere und benachteiligte Menschen gerade dann leistungsstark werden, wenn sie Solidarität der Gesellschaft erfahren. So wie wir Sehende (Pilot) und Blinde/Sehbehinderte (Co-Pilot) aus Belgien, Frankreich, Luxemburg, Österreich, Tschechien, Schweiz, Ungarn und Deutschland zu einem sportlichen Erfolgsteam zusammenbringen, so wünschen wir uns politische, institutionelle und soziale Tandems im täglichen Leben.
8. Zielsetzung des Projektes
Aufbau
von Retina-Selbsthilfegruppen - von Betroffenen für Betroffene
Aufzeigen,
was Selbsthilfegruppen leisten können: In regelmäßigen Treffs soziale, berufliche,
private Probleme thematisieren; Austausch von Informationen, Beratung und praktischer
Hilfestellung für Betroffene und deren Angehörige, insbesondere im sozialen und
beruflichen Bereich.
Alle gesellschaftliche Gruppen, Institutionen, Verbände,
Organisationen und öffentliche Einrichtungen aufrufen, die Lage der Menschen mit
Behinderungen, hier: Menschen mit Netzhautdegenerationen zu thematisieren. Anregung
zur behindertenfreundlichen Nutzung in/zu allen öffentlichen Bereichen, barrierefreie
Zugänge in allen öffentlichen Verkehrseinrichtungen, barrierefreie Nutzung aller
Informations- und Kommunikationsmittel sicherzustellen.
Voraussetzungen anregen
für ein gesamteuropäisches Netzwerk von Patienten/Betroffenen und Universitäts-Augenklinken
in Europa.
Werben für ein europäisches Sozialmodell, basierend auf Toleranz
und Verständnis sowie Integration statt Ausgrenzung.
Europaweit auf das Recht
der Menschen mit Behinderungen auf uneingeschränkte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft
und auf Diskriminierungsschutz aufmerksam machen. Erarbeiten und vereinbaren von
Grundlagen für gemeinsame Kongresse, Symposien und Meetings mit den Verantwortlichen
der Organisationen.
Freude am internationalen Behindertensport (hier Tandem-Touren)
in einer multikulturellen Gruppe vermitteln; Anschluss-Projekte gleicher oder
ähnlicher Art sowohl innerhalb der osteuropäischen als auch in den gesamt-europäischen
Staaten anzuregen.
Auf unserer Tour werden wir, mit Hilfe der Medien und Repräsentanten
des politischen und wirtschaftlichen Lebens, eine breite Öffentlichkeit über Augenleiden,
verursacht durch eine erblich bedingte Netzhauterkrankung, versuchen aufzuklären,
aber vor allem auf Strategien zum Leben mit diesen Behinderungen hinweisen.
Darüber
hinaus wird es unser Ziel sein, das seit 20 Jahren in Westeuropa bestehende enge
Netz zwischen Ärzten, Forschern, Patienten und ihren Angehörigen, und nun unter
Einbeziehung von Tschechien und Ungarn, weiter auszubauen und fest zu verknüpfen,
um die Forschung über Augenkrankheiten in ganz Europa und weltweit und somit auch
deren Heilung voranzutreiben.
Bedingt durch die staatlichen Grenzordnungen
waren die Aktivitäten diesbezüglich in den letzten Jahren auf westeuropäische
Staaten wie Belgien, Deutschland, England, Frankreich, Italien, Luxemburg, Niederlande
und die Schweiz beschränkt.
Mit der EU-Erweiterung nach Osten ergeben sich
für die Retina-Organisationen unter der Einbeziehung von Tschechien und Ungarn
völlig neue Perspektiven auf dem Gebiet der Selbsthilfe, des Ehrenamtes und der
gemeinsamen Schicksalsbewältigung der Betroffenen.
Deutsche Hilfsmittelhersteller
(sie unterstützen unsere Tour im Sponsorring) organisieren mit ihren modernen
technischen, optischen und elektronischen Geräten eine Hilfsmittelausstellung.
Betroffene haben dabei die Gelegenheit, auf dieser Veranstaltung (Prag und Budapest)
mehrere verschiedene Produkte zu testen.
Wir nutzen die große Chance und stellen
uns gleichzeitig der Aufgabe, den Betroffenen in Tschechien und Ungarn mit unserem
Know how Unterstützung anzubieten, damit sie in kürzester Zeit unseren Standard
in der Behindertenbetreuung/-versorgung erreichen.
Bei den verschiedenen Gesprächen
möchten wir die Schnittstellen zwischen den Politikern und Verantwortliche der
Behindertenbeauftragten kennen lernen, um gleichzeitig den Standard der westeuropäischen
Behinderten-politik aufzuzeigen.
9. Zielgruppe/n des Projektes
Die
Betroffenen mit Netzhautdegenerationen und ihre Angehörigen;
Augenärzte in
A, CZ, D, H;
Sehenden die Berührungsängste gegenüber Sehbehinderten/Blinden
abbauen helfen.
Verantwortliche aller Behörden und Institutionen sollen über
Sehbehinderung/Blindheit, verursacht durch genetisch bedingte Netzhautdegeneration,
aufgeklärt und verpflichtet werden, durch gesetzliche Maßnahmen den Betroffenen
Möglichkeiten der Erleichterung des täglichen Lebens zu schaffen;
Verantwortliche
der Politik, Wissenschaft, Industrie und Forschung sollen europaweit die Netzhautforschung
koordinieren und weltweit intensivieren und wirksame Therapien erarbeiten;
Die
Öffentlichkeit/die Gesellschaft soll während der Tour aufgeklärt und sensibilisiert
werden, über erblich bedingte Netzhautdegeneration und ihre Folgen: Sehbehinderung
und Blindheit.
Von den Verantwortlichen der Universitäten (Prag und Budapest)
sind Patientenberatungsstellen nach den Erfolgsmodellen der UNI-Augenkliniken
Regensburg (Frau Prof. Dr. Birgit Lorenz) und Tübingen (Prof. Dr. Eberhart Zrenner)
einzurichten. In diesen Beratungsstellen muss den Patienten neben medizinischer
auch eine psychologische und soziale Betreuung angeboten bzw. gewährt werden.
(Die neu einzurichtenden Beratungsstellen verursachen Kosten, die von den
Kliniken und den staatlichen Institutionen getragen werden müssen und bedürfen
daher Klärungsgespräche)
10. Umsetzung
Berlin
ist Partnerstadt zu Prag und Budapest.
In Prag gibt es noch keine Retina-Vereinigung,
doch bestehen seit zwei Jahren persönliche Kontakte zu Frau Dr. Zora Dubska und
Direktor Prof. Filipec, beide sind an der Augenklinik der Charles Universität
tätig.
In Berlin haben wir eine starke Regionalgruppe der Pro Retina Deutschland
e. V. Die 1. Vorsitzende, Hannelore Schmidt, und ihre Ausschussmitglieder möchten
mit den Mitgliedern der neu zu gründenden Retina Tschechien in Prag die Städtepartnerschaft
festigen und Gedankenaustausch und gegenseitige Besuche fördern und pflegen.
Folgende
Veranstaltungen sind in Prag vorgesehen:
Am 10.06.04 werden wir mit unseren
Tandems um 9.00 Uhr zu einem Empfang durch Oberbürgermeister Dr. Pavel Bém zum
Prager Rathaus radeln, unsere Petition überreichen und mit ihm oder Vertretern
des Stadt-rates über die Situation von Sehbehinderten/Blinden in Prag diskutieren.
Zu allen stattfindenden Diskussionen sollen auch andere Behindertenorganisationen
eingeladen werden.
Um 11.00 Uhr haben wir einen Empfang in der Nationalkammer.
Auch zu diesem Termin werden wir ins Parlament radeln. Im Parlament, nach
dem Empfang durch den Präsidenten, Herrn Dr. Lubomir Zaoralek (Schirmherr), möchten
wir eine Diskussion mit Abgeordneten über die Situation von Sehbehinderten und
Blinden in Tschechien führen.
Um 13.00 Uhr beginnt in der Augenklinik der
Charles Universität (siehe Programmentwurf) ein ´Tag der offenen Tür´ und eine
Informationsveranstaltung, die von den Ärzten/Ärztinnen Dr. Hana Langrova, Dr.
Zora Dubska und Direktor Prof. Dr. Filipec getragen wird.
Nach dem Empfang
im Parlament wird der 1. Vorsitzende der PRO RETINA Deutschland, Kurt Schorn,
und einige Verantwortliche der Tandem-Tour, im Hörsaal der UNI während der gesamten
Veranstaltung dort anwesend sein.
Um 14.00 Uhr lädt der Verkehrsverein Prag
die Tour-Teilnehmer zu einer zweistündigen Stadtführung ein, ehe sie sich dann
in die Charles Universität begeben, um an der dort stattfindenden Diskussion teil
zu nehmen.
In Budapest dagegen besteht bereits eine Interessengruppe, die
Retina Ungarn. Schriftliche Kontakte mit den Herren Miklós Arpasy (selbst sehbehindert),
Präsident der Pradicsom Cultural Association und Ildiko Somogyi, Hungarian RP
Association, sind geknüpft.
(In einem E-Mail des Präsidenten Arpásy sagte
er die Teilnahme von zwei ungarischen Teams zu, beklagte jedoch die finanzielle
Beschaffung des Eigenanteils der beiden. Wir haben daraufhin den Fahrern einen
Nachlass von 50 % zugesagt.)
Der Erlebnistag in Budapest, 16.07.2004:
Diesen
Tag möchten wir wie in Prag gestalten. Von der Retina Ungarn wurde bereits signalisiert,
dass sie die Organisation vor Ort übernehmen. Von der Augenklinik der Semmelweis-Universität,
Budapest, haben die beiden ungarischen Ärztinnen, Frau Dr. Agnes Farkas und Frau
Dr. Rita Varmas, ihren Anteil an der Veran-staltung zugesagt. Auch Prof. Dr. Zrenner,
UNI Tübingen, hat angeboten, sich hier einzubringen.
Wir werden um 9.00 Uhr
im Rathaus, um 11.00 Uhr im Parlament sein; um 13.00 Uhr beginnt in der Augen-klink
der Semmelweis-Universität eine Veranstaltung zum ´Tag der offenen Tür´. Zu den
Veranstaltungen in der Semmelweis-Universität wird unter anderen auch Prof. Dr.
Eberhart Zrenner, Augenklinik der UNI Tübingen, als Gastreferent mitwirken.
Um
14.00 Uhr ist eine zweistündige Stadtführung geplant.
Für
den Wien-Erlebnistag haben wir Oberbürgermeister Dr. Michael Häupl, Pate eines
österreichischen Team, gewinnen können. Für Absprachen zum Empfang war es bisher
noch zu früh. Auf demselben Stand sind wir bei Parlamentspräsident Dr. Andreas
Khol (Schirmherr). Von Herrn Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel haben wir die
Zusage, dass die Bundesministerin für Gesundheit und Frauen, Frau Maria Rauch-Kollat,
das örtliche Programm übernehmen wird. (Sie hat selbst eine blinde Tochter.)
Kontakt haben wir mit der 2. Vorsitzenden des Blindenverbandes Wien, Frau Liliana
Prerowsky, aufgenommen. Sie hat bereits Gesprächsbereitschaft und Mitverantwortung
signalisiert.
11. Zeitplanung
Zeitraum
der Projektplanung: 25.06.2003 (gleichzeitig Termin der Antragstellung beim Paritätischen
Wohlfahrts- Verband Frankfurt) bis 31.05.2004;
Festlegung der Route (Routenverlauf
siehe Logistikpapier, sieben Tagesetappen; Gesamtstrecke ca. 1.060 km; Einbau
von (3)Erlebnistagen (Prag, Wien, Budapest) um die Städte und ihre Menschen kennen
zu lernen); Anschreiben und ordern der Tour-Teilnehmer und Kontaktaufnahmen mit
Auto-Service-Unternehmen zwecks Autoanmietung von Kleinbussen;
Gewinnung von
Schirmherren und Paten
(Für jedes Team hat sich eine prominente Persönlichkeit
als Pate zur Verfügung gestellt.);
Aufbau des Sponsorings; Gewinnung von Sponsoren;
Herstellung der Kontakte zu den politischen und kommunalen Institutionen wie
Rathäuser, Präsidialämter, Botschaften;
Kontakte mit den Genehmigungsbehörden
der Länder zwecks verkehrsrechtlicher Erlaubnisse;
Kontaktaufnahmen zu Augenkliniken/Universitäten
und RP u. MD-Betroffenen in Tschechien und Ungarn;
Installieren und pflegen
unserer Internetseite;
Herstellen der nationalen (CZ, H) Übersetzungen;
Gewinnen
von Betreuungspersonal und Hilfskräfte für die Tour.
12. Aufgaben des im Rahmen des Projektes tätigen Personals
Planung
und Organisation der gesamten Tour durch ehrenamtlich tätige RP-Mitglieder des
Fachbereiches Kommunikation.
Für die 30 Tandems und die Einzelfahrer (Ersatzpiloten)
sind ca. 15 Begleitpersonen in sieben Kleinbussen (Betreuung/Versorgung, Reparatur,
Gepäck, Ambulanz), 4 Dolmetscher (tschechisch, ungarisch, englisch, französisch),
inkl. einer mobilen Internetstation, vorgesehen.
13. Verwendung der direkt zurechenbaren Sachmittel zur Umsetzung des Projektes
Voll-Verpflegung und Getränke während der Tour, Übernachtungen, Fahrkosten (Mieten und Betrieb), Honorare, Aufwandsentschädigungen, Ergänzungsnahrungen - Vitamine, Versicherungen, Gebühren für Verkehrs-genehmigung u.s.w. (siehe detaillierter Kostenplan)
14. Planungen zur Dauerhaftigkeit und Nachhaltigkeit des Projektes
Zwischen
Tschechien, Ungarn und Deutschland soll ein reger Austausch wie Einladungen zu
Symposien und Informationsveranstaltungen eingerichtet werden.
Austausch von
Infos und PR-Arbeit wollen wir über unsere Internetseiten www.tandem-pro-retina.de
und www.pro-retina.de fördern. Auch stellen wir unser Know how, unser technisches
Wissen z. B. Geräte (Hilfsmittel) und Aufklärungsmaterial wie Flyer und Faltblätter
zur Verfügung, sowie Transfer bzw. Austausch von Strukturen im Aufbau von Selbsthilfeorganisationen
(siehe Pro Retina Richtlinien).
Großes Anliegen ist es, die traditionellen
Blinden-/Sehbehinderten-Verbände für Zusammenarbeit zu gewinnen, z. B. für Statements
auf Empfängen oder Teileinstiegen auf diversen Etappen.
Aus der Tour-Verbundenheit
der ETT 2004 und der ihr innewohnenden Gruppendynamik neue internationale Projekte
z. B. in 2005 in Ungarn/Tschechien, oder hier (Deutschland), mit festen Vereinbarungen
zu treffen. So ist z. B. eine Deutschlandtour der Pro Retina im Juni 2006 von
Flensburg nach Konstanz als 10jährige Jubiläums-ETT angedacht, die mit derselben
Logistik wie die bisherigen ETT, außer ETT 2004, stattfinden könnte.
Wichtiges
Ziel dieser Tour ist, dass die begonnenen Kontakte gefestigt und ausgebaut werden,
wie dies mit den westeuropäischen Staaten praktiziert wurde. Auch mit diesen Staaten
haben wir vor 20 Jahren bei Null ange-fangen und haben während dieser Jahrzehnte
auf allen Ebenen der Behindertenprobleme hervorragende Beziehungen und einen ständigen
Informationsaustausch erreicht. Ein Beispiel für dieses Zusammenwachsen demonstriert
die gemeinsame Rolle im Behindertensport (Tandem-Touren), die wir inzwischen acht
mal erfolgreich durchgeführt haben. Mit der ETT 2004 steht die 9. internationale
Tandem-Tour an.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass wir den beiden Retina-Organisationen
(Tschechien und Ungarn) die Basis schaffen, ordentliches Mitglied sowohl in der
Retina Europe ( 14 Mitgliedsorganisationen), dessen Koordinator Dr. Rainald von
Gizycki von der PRO RETINA Deutschland e. V. ist, als auch Mitglied in der Retina
International (weltweit 40 Mitgliedsorganisationen), dessen Präsidentin Frau Christina
Fasser aus Zürich, Schweiz, ist.
In diesen Organisationen geht es in erster
Linie um Forschungsarbeit der internationalen Wissenschaftler, deren Ergebnisse
in den beiden Dachverbänden, Retina Europe und Retina International, veröffentlicht
werden. Ebenso haben die ungarischen und tschechischen Mitglieder die Möglichkeit,
jeweils an dem im Zwei-Jahres-Rhythmus stattfindenden Weltkongress der Retina
Internation teilzunehmen. Der nächste Kongress findet vom 01. bis 03.07.2004 in
Nordwyk, Niederlanden, statt.
Neuhausen/F.,
09.11.2003 /
geändert:
14.11.2003 Horst Schwerger/Gerda Weyhreter
Kooperationsvertrag
zwischen PRO RETINA Deutschland e. V. und der Charles Universität Prag
Kooperationsvertrag
zwischen PRO RETINA Deutschland e. V. und derUniversitätsaugenklinik der Semmelweis-Universität
Budapest und der Retina Hungary